Blogbeiträge der letzten Wochen

In den letzten Wochen war es hier auf dem Blog sehr ruhig. Dies liegt vor allem daran das ich vor allem auf dem Firmenblog meines Arbeitgebers meine letzten Projekte vorgestellt habe. Der Vollständigkeit halber verlinke ich diese spannenden kleinen Projekte hier ebenfalls. Also wer sich für 3D Scan und Druck interessiert ist eingeladen ein wenig zu blättern.

3D SCAN DER BÜSTE DES ECHNATON

Aufgrund des Wertes der Plastik wurde die 3D Erfassung direkt im Fotolabor des Museums vorgenommen. Neben mehrerer Scans mit einem mobilen Streifenlichtscanners der Firma Artec wurden Aufnahmen für mehrere fotogrammetrische Modelle erstellt. Der Kopf des Königs wurde mit und ohne Krone gescannt sowie zusätzlich die Krone auch als Einzelobjekt.

Da auf der Kalksteinplastik noch Farbreste erhalten sind ist eine berührungslose Erfassung der Oberfläche die schonendste Methode zur Digitalisierung. Im Gegensatz zu, auch im Kunsthandel beliebten Abgüssen wird dabei nicht nur die Struktur sondern auch die Farbe mit erfasst.
 
Insgesamt wurden drei Artec Scans des zweiteiligen Objektes angefertigt und drei hoch aufgelöste Fotogrammetriemodelle erzeugt. Zwar verfügt der Streifenlichtscanner über eine geringere Auflösung, erfasst das Objekt aber mit realen Maßen so, dass diese Modelle als Größenreferenz Verwendung fanden. Die Fotogrammetriemodelle ermöglichen eine beträchtlich höhere Auflösung, benötigen allerdings eine längere Berechnungszeit. Sämtliche Modellkalkulationen wurden nach der Erfassung direkt bei Formwerk3D durchgeführt. Das sensible Objekt musste also nur wenige Stunden außerhalb des sicheren Panzerglases verbringen.

230 JAHRE ALTER FISCHER POKAL „WILLKÖM“-3D GESCANNT

Der hier vorgestellte Fischer Pokal wurde 2017 von uns fotogrammetrisch erfasst und im Anschluss ausgedruckt.

STEINHUDER FISCHER „KREIDAG“

Die Steinhuder Fischer gründeten vor 250 Jahren, mit der „Fischer Gesellschaft“ eine Art Zunft um ihre wirtschaftliche Lage zu verbessern. Seit dieser Gründung kommen alljährlich die Fischer der Region zusammen um auf dem „Kreidag“ über ihre Interessen zu beraten, Streitfälle zu schlichten und auch „Gericht“ über Vergehen der Fischer zu halten. Während des, meist zweitägigen, „Kreidag“ zogen die Fischer durchs Dorf und hielten beim Pastor, Küster und Bürgermeister wo Ihnen traditionell ein Köhm gereicht wurde. Abends ging dann der hier vorgestellte, mit klarem efüllte, „Willköm“ herum. Jeder nahm aus diesem Kelch einen Schluck und gab ihn mit den Worten „Ek segge mit Gunst“ an den nächsten Gast weiter.

MUSEUM ZUM ANFASSEN – EIN 3D GEDRUCKTER HORTFUND IN ERDING

Als im April 2014 während des Baus einer Doppelhaushälfte ein umfangreicher Hort mit frühbronzezeitlichen Spangenbarren gefunden wurde, war dies ein seltener Glücksfall. Die Kupferartefakte konnten im Block für eine spätere Bearbeitung geborgen und im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) in München, ohne den Zeitdruck einer Notbergung, freigelegt werden. Nach einer ersten 3D Tomografie wurde entschieden, einzelne Zwischenstände nicht nur zeichnerisch und fotografisch zu dokumentieren, sondern diese auch als fotorealistische 3D Modelle zu „konservieren“.

So entstanden zahlreiche 3D Modelle des, in zwei einzelnen Blöcken geborgenen, Hortfunds. Die kleinere der beiden Bergungen enthielt nur 140 spangenförmige Barren und sollte in seinem letzten Freilegungszustand in der Daueraustellung des Museum Erding gezeigt werden. Neben dem Originalfund wurde auch eine 3D gedruckte Replik für die Besucher erstellt.

Im folgenden wird nun die Entstehung dieses Druckobjektes vorgestellt.

EIN KIRCHENVATER WIRD KOPIERT

Im März 2017 beauftragte uns das Augustinerkloster Erfurt eine gedruckte Farbkopie des Augustinus Schluss Steins anzufertigen. Diese dient als Vertreterobjekt während das Original an andere Sammlungen ausgeliehen wurde.

GOLDENE FIGUREN AUS DEM GARTEN HERRENHAUSEN

Im Sommer 2016 wurden wir beauftragt zwei Figuren des Heckentheaters im Großen Garten des Schlosses Herrenhausen zu scannen. Von diesen sollten in einem Internationalen Projekt originalgroße Duplikate angefertigt werden. Als Grundlage dafür wurde je ein hochauflösender Scan der Originale benötigt.

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