3D SCAN PROJECTs

3D SCAN PROJECTs

Eine Übersicht über die verschiedenen Scan Projekte die bisher durchgeführt wurden.

A summary of 3D scan projects that have been made over the years.

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3D PRINT PROJECTs

3D PRINT PROJECTs

Eine Sammlung der bisher 3D gedruckten Objekte.

A collection of 3D printed Objects.

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Showcase

Showcase

gesammelte Einzelbilder und Objekte

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Hausbau der Steinzeit / neolithic house resurrected

English text below...

Rekonstruktionen in der Archäologie

Jede Vorstellung die in der breiten Öffentlichkeit, über das Leben in vergangenen Zeiten existiert, ist geprägt von rekonstruierten Bildern. Zwar werden seit Jahrhunderten, Funde ausgestellt und Ruinen begangen, jedoch bieten nur sogenannte Lebensbilder dem Betrachter einen umfassenden Einblick in die Zusammenhänge zwischen Funden und Befunden.

Rekonstruktion im Aufschnitt

Rekonstruktion im Aufschnitt

Notwendig sind Rekonstruktionen und Ergänzungen, da die meisten Funde nur fragmentarisch erhalten sind oder durch lagerungsbedingte Prozesse stark von ihrem ursprünglichen Aussehen abweichen.

Seeuferrand Siedlungen

Moderner Brunnen und Hort / a modern well and hoard

English text below…

Tragödie am Ende des Krieges

In den letzten Tagen des 2. Weltkrieges, kurz vor der Einnahme der Stadt, vergruben die Besitzer einer Fleischerei Ihr kostbarstes Geschirr. Leider brannte der komplette Straßenzug bei der Einnahme der Stadt durch sowjetische Truppen komplett nieder. Einige Jahre später wurde eben diese Straße wieder neuerrichtet. Die alten Gebäude wurden planiert und ein komplett neuer Straßenverlauf angelegt. Die vergrabenen Gegenstände verblieben ungehoben in einem alten Leitungsschacht für die nächsten 70 Jahre.

Die Entdeckung des „Hortes“…

Datiertes Schloss, Rendering 4k Rückseite

virtuelles Vorhängeschloss – profaner Fund in HD

Das Objekt

Selten finden Archäologen, während Baubegleitungen, sich selbst datierende Objekte. Im Oktober diesen Jahres hatten wir Glück und stießen auf genau solch ein Stück, im Havelland. Leider handelt es sich weniger um einen Vor- oder Frühgeschichtlichen Fund, sondern um ein eher modernes Vorhängeschloss, an dem eine Münze aus den 30er Jahren festgerostet war.

Vorhängeschloss inklusive festgerosteter Münze

Vorhängeschloss inklusive festgerosteter Münze

Sicherlich stellt dieser Fund aus archäologischer Perspektive, kein übermäßig spektakuläres Objekt dar. Vor allem da wir eher auf der Suche nach Befunden des Mittelalterlichen Dorfkerns waren. Gebäude oder Straßenspuren des alten Dorfes konnten wir nicht dokumentieren, stattdessen trafen wir nur auf einige moderne Störungen, Gruben und eine Reihe älterer Planierungsschichten.

und eben dieses Schloss…

Ok ich habe ein 3D Modell und was jetzt?

Möglichkeiten der Weiterverarbeitung I

Immer wenn ich mit Interessierten über die Möglichkeiten der dreidimensionalen Funderfassung spreche, kommt es nach kurzer Zeit zu einer unumgänglichen Frage:

Was mache ich eigentlich, wenn ich das fertige Modell erstellt habe?

meist gefolgt von:

Wie publiziere ich ein 3D Objekt?

Welche Möglichkeiten habe ich zur weiteren Analyse?

Und wo liegt der Mehrwert gegenüber einer traditionellen Fotodokumentation?

Hier nun ein erster Versuch einen Teil dieser Fragen zu beantworten.

Neben der Möglichkeit, das erstellte Modell als interaktives Element auf Webseiten einzubinden. Besteht die Option es entweder direkt als Modell zu versenden. Oder als PDF Datei, mit interaktiven Elementen, offline verfügbar zu machen. So kann es quasi als Beilage in Publikationen als erweiterte Abbildung beigegeben werden.

3D Renderbilder statt Fotos und Zeichnungen

Tafel bestehend aus 7 Renderbildern

Tafel bestehend aus 7 Renderbildern

Der Weg zum 3D Modell einer Fibel

Update

Das Modell verfügt jetzt auch über Anmerkungen und voreingestellte Ansichten.


 

Original Fibel

Original Fibel

Originalmeldung
Diese Fibel aus einer Universitätsgrabung in Niedersachsen wurde mir nach ihrer Restauration zur Digitalisierung zur Verfügung gestellt.

Gerade an diesem Objekt habe ich viel gelernt. Sei es das einstellen der Blende, das bereitstellen von genug Licht. Vor allem die durch Versiegelung glatte und spiegelnde Oberfläche war anfangs problematisch. Da sich meine Beleuchtung durch immer wieder auftretende Reflexionen störend auf den Bildern niederschlug. Noch ärgerlicher war das sich eben dieses Streulicht als Streupunkte, Rauschen und Fehlstellen im berechneten 3D Modell darstellte.
Aufgenommen habe ich etwa 137 Bilder von denen aber 28 nicht verwendbar waren (aus Gründen die bisher nur das Programm selber kennt).

Geschossen habe ich diese mit einer EOS 600D und einem Standard Objektiv. Zur Beleuchtung dienten zwei Tageslicht LED Strahler sowie ein Ringlicht direkt an der Kamera. Das Objekt selbst habe ich auf einem Drehteller positioniert und mit einer „Kalibrationsmatte“ unterlegt. Die Hoffnung mir dadurch viel Arbeit beim späteren verarbeiten zu sparen war leider trügerisch.
Denn die Szenenstruktur konnte der Algorithmus zwar besser bestimmen anhand der Matte, nur leider ließen sich die Punkte der beiden Teilmodelle ohne Maskieren nicht sicher aneinander bringen.

Die beiden Einzelscans werden über mehrere Punkte ausgerichtet um sie zu einem Modell zu verschmelzen

Die beiden Einzelscans werden über mehrere Punkte ausgerichtet um sie zu einem Modell zu verschmelzen

Umfangreiches WebGIS zur römischen Antike und europäischem Mittelalter

Die Universität Harvard hat ein neues Update zu ihrem digitalen Webatlas, „Digital Atlas of Roman an Medieval Civilizations“, kurz DARMC, hinzugefügt. Grund genug einige wenige Zeilen zu dieser wundervollen Anwendung zu schreiben.

Unter der mithilfe zahlreicher Autoren entsteht seit 2007 eine umfangreiche Karte des römischen Imperiums, des frühen Mittelalters und der nachfolgenden Epochen. In ihr werden Schritt für Schritt alle publizierten Fundorte eingetragen und sortiert.
Diese werden strukturiert in einem GIS abgelegt und sind entweder direkt über den interaktiven Mapviewer auf der Webseite zugänglich oder können über die Einbindung des WMS Servers auch in eigenen Karten verwendet werden. Neben dem empfohlenen ArcGIS ist eine Verarbeitung in QGIS problemlos möglich.

karte

Karte der römischen Provinzen und Strassennetz

digitalisierte Keramik und ihre Möglichkeiten

Diese Tasse wurde auf einer studentischen Forschungsgrabung der FU-Berlin, im Havelland gefunden. Sie bot sich für mich als Testobjekt zur 3D Digitalisierung aus mehreren Gründen an:

  1. Sie war verfügbar da sie noch in der Fundaufarbeitung verblieben war
  2. sie besteht aus mehreren Einzelscherben die altgebrochen und in überschaubarer Menge vorhanden waren
  3. insgesamt lässt sich durch die „zusammengeklebten“ Scherben ein komplettes Profil des Gefäßes rekonstruieren
  4. ich hatte Hoffnung das die Oberflächenstruktur, gerade der facettierte Umbruch, nicht ganz im Modell verloren geht
Aussenseite einer Tasse aus dem Havelland, bestehend aus acht Einzelscans

Aussenseite einer Tasse aus dem Havelland, bestehend aus acht Einzelscans

Also ging ich in den Fundkeller und fotografierte los.

Büste aus Eichstätt

 

Auf einem kleinem Kurzurlaub in Süddeutschland kam ich zufällig im Museumshof an dieser Plastik vorbei und entschied mich ein paar Aufnahmen davon zu machen. Ob es sich um ein Original handelt oder eine Kopie war in der kürze der Zeit leider nicht genau zu ergründen. Auch fehlte eine Beschriftung. Sie war wohl nur einfach im Hof abgestellt worden.

3D Render roemisches Kaiserbild Eichst'tt

Diese, etwa 80 cm hohe, Büste steht im Hof des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Eichstätt. Die Rekonstruktion besteht aus 12 aus der Hüfte geschossenen Bildern. Daraus resultieren die fehlenden Flächen. Bisher ist das Modell noch komplett untexturiert.