Die Halle des „Fürsten“/ a „princely“ residence

English version below...

Von der Grabung..

Die Freie Universität Berlin führt seit mehreren Jahren eine Untersuchung des Fundplatzes Hitzacker-Marwedel durch. Dieser ist vor allem durch den Fund zweier reicher „Fürstengräber“ der Kaiserzeit (2. Jh. n. Chr.) bekannt. Im Fokus stand während dieses Projektes vor allem der zu den Gräbern gehörende Siedlungsplatz, welcher sich über 20 ha des umliegenden Landes erstreckte. Dabei konnten bis heute mehr als 30 Grubenhäuser, Reste von Rennfeueröfen und Spuren von Edelmetalverarbeitung aufgedeckt werden.

DFG Projekt Forschungsgrabung Hitzacker-Marwedel

… zur Austellung

Ok ich habe ein 3D Modell und was jetzt?

Möglichkeiten der Weiterverarbeitung I

Immer wenn ich mit Interessierten über die Möglichkeiten der dreidimensionalen Funderfassung spreche, kommt es nach kurzer Zeit zu einer unumgänglichen Frage:

Was mache ich eigentlich, wenn ich das fertige Modell erstellt habe?

meist gefolgt von:

Wie publiziere ich ein 3D Objekt?

Welche Möglichkeiten habe ich zur weiteren Analyse?

Und wo liegt der Mehrwert gegenüber einer traditionellen Fotodokumentation?

Hier nun ein erster Versuch einen Teil dieser Fragen zu beantworten.

Neben der Möglichkeit, das erstellte Modell als interaktives Element auf Webseiten einzubinden. Besteht die Option es entweder direkt als Modell zu versenden. Oder als PDF Datei, mit interaktiven Elementen, offline verfügbar zu machen. So kann es quasi als Beilage in Publikationen als erweiterte Abbildung beigegeben werden.

3D Renderbilder statt Fotos und Zeichnungen

Tafel bestehend aus 7 Renderbildern

Tafel bestehend aus 7 Renderbildern

Der Weg zum 3D Modell einer Fibel

Update

Das Modell verfügt jetzt auch über Anmerkungen und voreingestellte Ansichten.


 

Original Fibel

Original Fibel

Originalmeldung
Diese Fibel aus einer Universitätsgrabung in Niedersachsen wurde mir nach ihrer Restauration zur Digitalisierung zur Verfügung gestellt.

Gerade an diesem Objekt habe ich viel gelernt. Sei es das einstellen der Blende, das bereitstellen von genug Licht. Vor allem die durch Versiegelung glatte und spiegelnde Oberfläche war anfangs problematisch. Da sich meine Beleuchtung durch immer wieder auftretende Reflexionen störend auf den Bildern niederschlug. Noch ärgerlicher war das sich eben dieses Streulicht als Streupunkte, Rauschen und Fehlstellen im berechneten 3D Modell darstellte.
Aufgenommen habe ich etwa 137 Bilder von denen aber 28 nicht verwendbar waren (aus Gründen die bisher nur das Programm selber kennt).

Geschossen habe ich diese mit einer EOS 600D und einem Standard Objektiv. Zur Beleuchtung dienten zwei Tageslicht LED Strahler sowie ein Ringlicht direkt an der Kamera. Das Objekt selbst habe ich auf einem Drehteller positioniert und mit einer „Kalibrationsmatte“ unterlegt. Die Hoffnung mir dadurch viel Arbeit beim späteren verarbeiten zu sparen war leider trügerisch.
Denn die Szenenstruktur konnte der Algorithmus zwar besser bestimmen anhand der Matte, nur leider ließen sich die Punkte der beiden Teilmodelle ohne Maskieren nicht sicher aneinander bringen.

Die beiden Einzelscans werden über mehrere Punkte ausgerichtet um sie zu einem Modell zu verschmelzen

Die beiden Einzelscans werden über mehrere Punkte ausgerichtet um sie zu einem Modell zu verschmelzen